Im Rahmen der gesetzlichen Schülerunfallversicherung hat die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) auf Grundlage des
Sozialgesetzbuches VII die Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung von Schulunfällen und Schulwegeunfällen,
Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame Erste Hilfe in den Schulen zu überwachen und
die Unternehmer und Versicherten zu beraten. Ein wichtiger Grundsatz hierbei lautet: „Prävention vor
Rehabilitation“.
Die Beratung und Unterstützung umfasst unter anderem
- Beratung bei Neu- und Umbau von Schulen, Schulhöfen, Schulsporthallen und Schulsportanlagen, der Ausstattung mit Fachräumen / Werkstätten oder der Anschaffung von Maschinen,
- Besichtigung von schulischen Gebäuden und Anlagen, Einrichtungen und Maschinen, Bereitstellung von Handlungshilfen und Handreichungen für Lehrkräfte und Schülerinnen / Schüler,
- Fortbildung von Schulleiterinnen und Schulleitern, Sicherheitsbeauftragten Lehrkräften im Bereich der Sicherheitserziehung, des Gesundheitsschutzes und der Ersten Hilfe,
- Beratung im Bereich der Arbeitsschutzorganisation.
Das Multiplikatorenprogramm der UKBW ermöglicht es, den beruflichen Schulen ihre Sicherheitsbeauftragten zu Fortbildungen zum Thema „Sicherheit und Arbeitsschutz“ zu schicken, sowie neu bestellte Sicherheitsbeauftragte in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die kostenlose Software der Unfallkasse Baden-Württemberg „GefBU“ (steht für „Gefährdungsbeurteilungen“) bietet den beruflichen Schulen mit ihren Werkstätten eine einfache und zielgerichtete Möglichkeit, Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen und ein umfangreiches Sicherheitskonzept zu erstellen.
Die UKBW Akademie ist für Baden-Württemberg der Weiterbildungsanbieter in Sachen Sicherheit und Gesundheit und zentraler Weiterbildungsträger der UKBW. Mit ihrem breiten Angebot bildet die UKBW Akademie Beschäftigte und alle Versicherten kostenfrei in Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes weiter – digital und in Präsenz.
Die BG prevent ist ein Unternehmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz, das Experten und Unternehmen in Bezug auf Arbeit-, Gesundheits- und Umweltschutz wie auch Prävention und betriebliche Gesundheitsvorsorge berät und diverse Dienstleistungen an rund 145 Standorten in Deutschland dazu anbietet.
Um ihrem umfassenden Aufträgen nach Sozialgesetzbuch VII nachzukommen, erlässt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Vorschriften, deren Einhaltung von den Aufsichtsdiensten der Unfallversicherungsträger (UV-Träger) überprüft wird. Unterhalb dieser Vorschriftenebene haben die UV-Träger zudem ein umfassendes Regelwerk (Regeln, Informationen und Grundsätze) zur Unterstützung der Unternehmer und Versicherten bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten im Bereich Sicherheit und Gesundheit erarbeitet.
Mitglieder des Spitzenverbandes „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ (DGUV) sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Die neun gewerblichen Berufsgenossenschaften sind nach Branchen gegliedert. Es gibt folgende Berufsgenossenschaften:
1. BG Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
2. BG Holz und Metall (BG HM)
3. BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)
4. BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)
5. BG Bauwirtschaft (BG BAU)
6. BG Handel und Warenlogistik (BG HW)
7. BG Verwaltung (VBG)
8. BG Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)
9. BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) ist als Ressortforschungseinrichtung des Bundes der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie der menschengerechten Arbeitsgestaltung verpflichtet. Daran orientiert und richtet sie ihre Aufgaben aus.
Ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beraten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie weitere politische Akteure. Sie fördern den Wissenstransfer in die Praxis, nehmen gesetzliche und hoheitliche Aufgaben war und wirken in nationalen, europäischen und internationalen Gremien bei der Regelsetzung und Normung mit.